Dienstag, 15. Januar 2013

Sekundenschlaf

Ein 42-Jähriger aus Hartkirchen war am 15. Jänner 2013 gegen 7:45 Uhr mit seinem Auto auf der B 129 nach Eferding unterwegs. Etwa zwei Kilometer vor dem Ortsgebiet Wilhering geriet er infolge eines Sekundenschlafes auf die Gegenfahrbahn und kollidierte seitlich mit dem entgegenkommenden Auto, das von einer 33-jährigen Frau aus Eferding gelenkt wurde. Dieser Pkw prallte in der Folge gegen die Leitschiene. Der Unfallverursacher stieß dann frontal mit seinem Auto gegen das hinter der 33-Jährigen fahrende Auto. Mit diesem fuhr eine 41-jährige Frau aus Eferding.
Durch den Unfall wurde die 41-Jährige im Fahrzeug eingeklemmt und konnte schwerst verletzt von der FF Wilhering aus dem Fahrzeug geborgen werden.

Montag, 14. Januar 2013

Das (Rote) Kreuz mit dem Zivildienst

von Michael Mayer
Notfallsanitäter beim Roten Kreuz Wr. Neustadt
In genau einer Woche wird die österreichische Bevölkerung zur Urne gebeten, sie soll über die Zukunft des Bundesheeres abstimmen - entweder für die Einführung eines Berufsheeres und eines freiwilligen sozialen Jahres oder die Beibehaltung der Wehrpflicht und des Zivildienstes.

Da den Wehrpflichtbefürwortern anscheinend die Argumente für die Zwangsverpflichtung junger Männer zum Bundesheer ausgegangen ist, stürzen sie sich jetzt mit Eifer auf den Zivildienst. Dieser sichere das Sozialsystem, sei die soziale Schule der Nation, und überhaupt, sei der Zivildienst eine absolute Erfolgsgeschichte. Das genau diejenigen, die den Zivildienst als Errungenschaft ansehen, lange Jahre alles versucht haben, genau das zu verhindern - mittels Gewissensprüfung, öffentlicher Diskriminierung in Worten (Drückeberger, langhaarige Wehrdienstverweigerer), und der nach wie vor strukturellen Schlechterstellung gegenüber Wehrdienstleistenden), ist an Skurilität nicht mehr zu überbieten.

Aber warum engagiert sich das Rote Kreuz so massiv in der Debatte? Als vermeintlich neutrale Organisation könnte dieser Diskurs doch egal sein - denn wie auch immer der ausgeht, der Rote Kreuz muss das Ergebnis ohnehin Umsetzen.
Worum geht es dem Roten Kreuz also in Wirklichkeit?

Sonntag, 13. Januar 2013

(Zwangs)arbeit macht Frei(willig)

Werner Kerschbaum meint:
...
 Sie (die Zivildiener) leisten hervorragende Arbeit wird schätzen ihre Leistung, und was man nicht vergessen darf: jeder zweite Zivildiener bleibt zumindest im ersten Jahr nach seiner Zivildiensttätigkeit als Freiwilliger beim Roten Kreuz. Auch das ist ein Tatsache die man berücksichtigen muss. Wo man sich überlegen muss, wenn ein anderes Modell platz greift - anstelle des Zivildienstes - wie schauts dann aus? Hat dieses Modell auch die Atraktivität um Freiwillige nicht nur an das Rote Kreuz, sondern an viele Organisationen zu binden.
....

Ich meine: (Zwangs)arbeit macht nicht Frei(willig)!

Pflichtbewusstschein

Satire von rainer.nikowitz@profil.at
Michael Spindelegger ist für die Wehrpflicht, weil man für sein Land schon auch einmal was tun muss. Die ÖVP tut das ja schließlich auch.

Am Feldherrnhügel war die Lage wieder einmal unfassbar gefährlich. Doch wenn sich der Feind der Hoffnung hingab, dass das die Entschlossenheit der Hervorragendsten der Hervorragenden, die dort oben stolz ihrem Land dienten, auch nur einen Millimeter schmälerte, dann täuschte er sich.
General Dwight D. Spindelegger blickte mit zusammengekniffenen Augen über das Schlachtfeld und nickte dann grimmig seinen Getreuen zu: „Meine Herren!“, hob er huldvoll an, „es ist mir eine Ehre, mit Ihnen zu dienen! Ich sag ja immer: Wehrpflicht ist wie Schulpflicht. Und jetzt: Zum Angriff!“

Samstag, 12. Januar 2013

Jahrhudertentscheidung

Kommentar von
Christian Rainer

Warum die profil-Redaktion eine ziemlich klare Meinung hat und ich diese auch als Empfehlung verstehe.

Am kommenden Sonntag können die Österreicher über die zukünftige Verteidigungsstrategie des Landes abstimmen. Formal handelt es sich bloß um eine Volksbefragung. Weil die Regierung das Ergebnis als bindend bezeichnet, kommt die Entscheidung aber einer Volksabstimmung gleich. Tatsächlich ist es eine Jahrhundertentscheidung,

Freitag, 11. Januar 2013

Warum ich gegen die Wehrpflicht stimmen werde

Kommentar
von Professor Josef Weidenholzer

Mir geht es wie vielen. Ich frage mich, wozu soll ich mir den Kopf zerbrechen über eine Frage, die sich mir – sagen wir es einmal höflich – nicht gerade aufdrängt. So viele wichtigere Fragen möchte ich gelöst sehen: die Finanz-und Währungskrise, die steigende Ungleichheit, die Perspektivenlosigkeit der jungen Generation, hervorgerufen durch ein inadäquates Bildungssystem oder das Versagen der heimischen Eliten im Hinblick auf die Migration. Ja und die Notwendigkeit der Reform der politischen Institutionen in diesem Land, und, und, und….. Vieles drängt sich auf, wo es andere Weichenstellungen zu setzen gilt. Aber ausgerechnet die Zukunft des österreichischen Bundesheers?

Ob wir es wollen oder nicht, müssen wir eine Antwort geben.

Donnerstag, 10. Januar 2013

Eigenbefreiung

Nach einem Ausweichmanöver überschlug sich der Pkw einer Lenkerin und kam in einem angrenzenden Feld zum Stillstand. Die Lenkerin konnte sich selbst befreien.

Handlanger

Werner Kerschbaum meint:
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Wir haben derzeit über 4000 Zivildiener in unseren Reihen. Wenn man sich ungefähr anschaut die Aufteilung der Gesamtarbeitszeit im Roten Kreuz dann wird man sehen dass wir in etwa 40% durch Freiwillige erbringen, also unentgeltliche Leistungen von Freiwilligen. Weitere 35% von Hauptberuflichen das sind bezahlte Arbeitskräfte und derzeit schon 25% von Zivildienern.
Daran ist klar zu sehen, die Zivildiener sind eine wesentliche Stütze des Roten Kreuzes für die Dienstleistungserbringer. Aber nocheinmal diese Dienstleistungen erbringen wir größtenteils in Auftrag der öffentlichen Hand und damit beschäftigen wir auch im Auftrag der öffentlichen Hand diese Zivildiener. Wir tun das gerne.
....
Ich meine: Angesichts dieser Zahlen stellt sich die Frage, ob das Bild vom Roten Kreuz als einer Organisation der „uneigennützigen Nächstenhilfe“ nicht zurechtgerückt gehört.

Die Anwort ist nein


von Herbert Geyer


Nehmen wir an, es gäbe sie nicht, und wir würden jetzt über die Einführung einer allgemeinen Wehrpflicht diskutieren. Also darüber, dass sich der Staat das Recht herausnimmt, alljährlich eine bestimmte Gruppe der Bevölkerung – z.B. alle männlichen Bürger eines bestimmten Jahrganges (das aber nochmals eingeschränkt auf jene mit österreichischer Staatsbürgerschaft) – mehr oder weniger entschädigungslos aus Beruf bzw. Ausbildung herauszureißen und sie für bestimmte Aufgaben einzusetzen, die mehr oder weniger im öffentlichen Interesse sind.

Die Diskussion wäre rasch beeendet, weil dieser Vorschlag so ziemlich allen Prinzipien einer modernen europäischen Verfassung widerspricht:

Mittwoch, 9. Januar 2013

Direkte Demokratie in Österreich

Entscheid über Milizsystem oder Berufsheer
Im Vorfeld der Volksbefragung, in der über ein Berufsheer oder die Weiterführung der Wehrpflicht entschieden wird, sind heftige Kontroversen entbrannt. Das Plebiszit wird als wahltaktisches Manöver diskreditiert.



Österreich hat sich mit der in zwei Wochen abzuhaltenden Volksbefragung zur Weiterführung der Wehrpflicht oder Umstellung auf ein Berufsheer auf ein heikles Spiel mit der direkten Demokratie eingelassen. Denn die Ursprünge dieses umstrittenen Plebiszits waren nicht sachlicher, sondern parteipolitischer beziehungsweise wahltaktischer Natur.

Dienstag, 8. Januar 2013

Advokatus

Werner Kerschbaum meint:
Vielleicht noch vorab: Das ist überhaupt das wesentliche, es geht hier überhaupt nicht ums Rote Kreuz in der Diskussion. Es geht immer um die Menschen für die derzeit die Zivildiener ihre Leistungen erbringen. Also wir sind hier in der Rolle eines Anwalts, eines Advokaten der für die Patienten eintritt und das tun wir nicht aus Eigennutz, sondern das tun wir weil wir von den Patienten von den Betroffenen von den Pflegebedürftigen hören, wie wertvoll die Arbeit der Zivildiener für sie ist. Wie wohl sie sich fühlen wenn sie von Zivildienern betreut werden.
.....
Ich meine:
Natürlich geht es in der Diskussion um das Rote Kreuz.

Montag, 7. Januar 2013

Steigflug

SUBEN. Herzinfarkt, Schlaganfall und Co. halten die in Suben stationierte Flugrettungs-Crew auf Trab.

Wurde noch vor elf Jahren – beim Start des Flugrettungsstützpunktes in Suben – der Einsatz des Rettungshubschraubers in Frage gestellt, ist der „Christophorus Europa 3“ längst nicht mehr wegzudenken. Mit überdurchschnittlich hohen Einsatzzahlen und einem ständig steigenden Bedarf hat sich der Stützpunkt längst zu einer Institution entwickelt. Mit 1280 (2011 waren es 1265) geflogenen Einsätzen gab es in der Flugstatistik wieder eine leichte Aufwärtsentwicklung.

ÖVP und Co werben für die Wehrpflicht

Zwei Wochen vor der Bundesheer-Volksbefragung schaltet nun auch das Pro-Wehrpflicht-Komitee einen Werbefilm. Am Freitag wurde "Einsatz für Österreich" präsentiert.


Spindelegger übte zudem Kritik an Verteidigungsminister Darabos (SPÖ). Es sei ein "Skandal", dass Darabos seit sechs Jahren als Minister untätig gewesen sei und den Grundwehrdienst nicht reformiert habe. Darabos brauche sich nicht darüber zu beklagen, dass der Grundwehrdienst nicht attraktiv sei, es wäre nämlich seine Aufgabe gewesen, das zu ändern, so Spindelegger. Der ÖVP-Chef bezeichnete das Wehrpflichtigen-Heer als "Sicherheitsschule der Republik" und den Zivildienst als "Schule der Solidarität".

ÖVP-TV

Rotkreuzpräsident Willi Sauer kämpft Seite an Seite mit ÖVP und FPÖ für die Wehrpflicht.




Sonntag, 6. Januar 2013

Heizkessel explodierte

Ein 54-jähriger Mann ist am 5. Jänner 2013 bei einer Explosion in Wallern an der Trattnach getötet worden. Der 54-jährige Selbständige hielt sich gegen 18:00 Uhr im Heizraum seines Wohnhauses auf. Aus bislang unbekannter Ursache explodierte der Festbrennstoffkessel der Heizanlage.

Freitag, 4. Januar 2013

Sprache schafft Wirklichkeit

Werner Kerschbaum meint:
Also "Sprache schafft Wirklichkeit" hat glaub ich der Wittgenstein gesagt, und in dem Sinn legen wir großen Wert - als größte Freiwilligenorganisation in Österreich, oder sagen wir als bekannteste Freiwilligenorganisation in Österreich - dass man - wenn wir von "Freiwillig" sprechen - dann meinen wir unentgeltlich. Dann meinen wir NICHT bezahlt. Ja, und das mache 56.000 Menschen im österreichischen Roten Kreuz, die als "Freiwillige" arbeiten. Daher: es gfallt uns gar net, wenn ständig von einem "Freiwillig bezahlten sozialen Jahr" die Rede ist. Ja.
Quelle: Rotes Kreuz 
Ich meine:
In seinem Werk: "Tractatus logico-philosophicus" hat Wittgenstein tatsächlich geschrieben "Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt."

Donnerstag, 3. Januar 2013

Hohl

Werner Kerschbaum meint:
Also, wenn ein Freiwilliger der 300 Stunden im Jahr sich unentgeltlich dem Roten Kreuz zur Verfügung stellt, uns wenn der jetz feststellt: aha - da gibts auch Leute die tragen den gleichen Titel wie ich als Freiwilliger, die kriegen aber 1386 Euro pro Monat, dass das in der Lage ist die Freiwilligkeit auszuhöhlen.

ich meine:
Wenn ein Ehrenamtlicher der 300 Stunden im Jahr Rettungsdienst macht, ein Problem damit hat, dass andere für dieselbe Tätigkeit bezahlt werden,

Mittwoch, 2. Januar 2013

Verkerhsunfall auf der B129 in Schönering

Drei Verletzte, darunter zwei Kinder, forderte ein Verkehrsunfall am 2. Jänner 2013 in Schönering. Eine 32-jährige Hausfrau aus Linz fuhr gegen 11:10 Uhr auf der Eferdinger Bundesstraße 129 Richtung Eferding. Im Ortschaftsbereich von Schönering missachtete eine 62-jährige Pensionistin aus Ufer beim Einbiegen in die Eferdinger Bundesstraße den Vorrang. Es kam zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge. Die 32-jährige Hausfrau sowie ihr im Auto mitfahrender zweijähriger Sohn und ihre 12-jährige Tochter wurden dabei unbestimmten Grades verletzt.

Wahrheit oder Pflicht? von Gerald Czech

Ich müsse, so ein Poster auf Facebook, wohl „gezwungenerweise“ der selben Meinung sein, wie das Österreichische Rote Kreuz. Grund genug mich ein wenig mit dem Thema „Zwang“ auseinander zu setzen, das zur Zeit nicht nur die Diskussionen auf unserer Facebook-Page immer wieder bestimmt. Zum obzitierten Statement sei mir anzumerken gestattet, dass ich es nur als eristische Dialektik verstehe, um nicht sachlich diskutieren zu müssen, denn ich habe natürlich eine eigene Meinung und bin nicht bezahlter Meinungssklave einer Organisation. Im Übrigen deckt sich meine Meinung nicht immer mit der Organisationsmeinung, wie man auch gut hier im Blog nachlesen kann …
Aufgrund der kurzen Zeit, in der dieses Textfragment entstand möge man mir verzeihen, dass ich mich hauptsächlich auf Internetquellen stütze und keine nachhaltige Primärliteraturrecherche durchführe um „ad fontes“ zu gehen.

Pflicht ist die „andere Seite“ von Herrschaft.